Wegkreuze in Meckenbeuren

Wegkreuze in Meckenbeuren Schulstr Obermeckenb

Meckenbeuren, Schulstraße Richtung Obermeckenbeuren (nach dem Ortsende)

Beschreibung: Fast lebensgroßes Holzkreuz. Korpus Alulegierung, bronziert. Die Querflächen des Holzkreuzes sind mit Kupferblech gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Geschichtliches: Früher stand hier ein Holzkreuz ohne Korpus, das zuvor in einer Nische linkerhand des Glockenturms von St. Maria angebracht war. Die Nische an der Kirche wurde vor langer Zeit entfernt. Dieses Kreuz wurde auf Veranlassung von Pfarrer Hertel errichtet. Die Kreuzbalken stiftete Hubert Amann, den Korpus Johannes Sauter gestiftet. Pfarrer Hertel stiftete die Kupferverkleidung und die Tafel mit der Inschrift „INRI”. Etwa 2005 wurden die Kreuzbalken von Hubert Amann gereinigt und neu lackiert.

Eigentümer: Kreuzbalken/Hubert Amann, Korpus/Johann Sauter, Grundstück/Frau Baumann, geborene Lehle, Fünfehrlen


Wegkreuze in Meckenbeuren Bahnübergang b30

Meckenbeuren, an der Bundesstraße B 30 (am ehemaligen Bahnübergang des Tettnanger Bähnles)

Errichtet 1955.

Beschreibung: Behauener Granitstein mit den eingemeiselten Namen von neun Personen, die zwischen 1938 und 1959 am Bahnübergang tödlich verunglückt sind.

Geschichtliches: Der Stein wurde 1955 von Familie Sedlmeier aus Friedrichshafen zum Gedenken an den tödlichen Bahnunfall von Bruno Sedlmeier im Jahr 1950 aufgestellt. Die Familie nahm auch die Namen der davor am Bahnübergang Verunglückten mit auf. Die Namen weiterer Opfer bis zum Jahr 1959 wurden später hinzugefügt.

Inschrift: 
GEORG HOPPE                      +1938
K. MESCHENMOOSER       +1942
ALOIS MÜLLER                      +1948
BRUNO SEDLMEIER            +1950
CLAUDE LEGRAND              +1955
MARIANNE KALBHENN    +1955
KLARA BIRK                             +1955
KARL HUNAC                          +1957
VALENTIN KNOSS               +1959

Wegkreuze in Meckenbeuren Bahnuebergang Schienen
Der Gedenkstein vor den Überresten der Schienen des Tettnanger Bähnle (rechts vorne im Bild).  Nach einem schweren Unglück 1955 an der unbeschrankten „Autofalle” mit drei Todesopfern und drei Schwerverletzten wurde der Ruf nach einer Über- oder Unterführung laut. Schließlich wurde der Bahnübergang mit einer Blinklichtanlage und später mit Halbschranken gesichert. Im Jahr 1996 wurde der Bahnbetrieb komplett eingestellt.

Eigentümer: Familie Sedlmeier, Friedrichshafen


Wegkreuze in Meckenbeuren Schulstraße

Meckenbeuren, Karlstraße – Ecke Schulstraße (auf dem Grundstück des Hofes Hengstler, früher Weishaupt-Altwirt)

Beschreibung: Gusseisenkreuz mit aufgeschraubtem Korpus. Am Kreuzfuss die trauernde Madonna. Madonna und Korpus sind farbig gefasst.

Inschrift: Im Kreuz allein ist wahres Heil

Geschichtliches: Der Großvater von Frau Thekla Hengstler, geborene Weishaupt, hat das Kreuz errichtet. Aufstellungsjahr und Grund sind nicht mehr bekannt.

Eigentümer: Familie Thekla Hengstler, Meckenbeuren


Wegkreuze in Meckenbeuren b30

Meckenbeuren, an der B 30 Richtung Ravensburg, auf der Höhe des letzten Hofes

Beschreibung: Kreuz aus 4 zu Winkeln gebogenen Rundstählen, an den Enden ausgeschmiedet. Zu einem Kreuz zusammengefasst und an den Balkenenden mit großen, kugeligen Abstandhaltern verbunden. Das Kreuz ist auf einem großen Stein in einer Findlinggruppe befestigt. Auf dem Stein ist eine Inschrift aus geschmiedeten Buchstaben angebracht.

Inschrift: Herr schütze unsere Fluren

Geschichtliches: Das Kreuz wurde von Norbert Halder angefertigt (verstorben), die Schrift von Andreas Hafen, beide aus Meckenbeuren. Nachdem das Kreuz Herrn Leiprecht jun. angeboten wurde, stellten es Vater und Sohn Leiprecht an dieser Stelle auf.

Eigentümer: Familie Paul Leiprecht, Meckenbeuren


 

Wegkreuze in Meckenbeuren Richthofenstr

Meckenbeuren, Richthofenstraße 3

Errichtet 1990.

Beschreibung: Gemauerter Bildstock mit Ziegeldach.  In der Figurennische die Statue des Hl. Josef. Sie stammt vermutlich aus den Jahren 1880 – 1900. Sie wurde schon mehrfach durch Vandalen beschädigt. Auch eine Ersatzstatue, die während der Restaurierung des hl. Josef in der Nische stand, wurde herausgerissen und zerschlagen. Teile davon wurden am Bahnhof gefunden.

Geschichtliches: Frau Jäger hatte sich immer einen Bildstock an der Straßenseite des Grundstücks gewünscht. 2 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Karl ließ sie 1990 den Bildstock erstellen. Bekannte und Freunde spendeten Dachplatten und Mauersteine. Herr Steinbinder aus Kehlen mauerte den Bildstock. Im Sommer 1990 wurde der Bildstock mit einem Straßenfest mit Nachbarn und Freunden durch Pfarrer Hertel geweiht. Eine Nachbarin hatte sogar einen Kuchen mit dem Abbbild des Bildstockes gebacken.

Eigentümerin: Frau Inge Jäger, Meckenbeuren


Wegkreuze in Meckenbeuren Gießenwinkel

Meckenbeuren, Gießenwinkel

Beschreibung: Gusseisenkreuz mit aufgeschraubtem Korpus auf Sandsteinsockel. Am Kreuzfuß eine betende Madonna (ähnlich dem Kreuz in Hungersberg). Das Kreuz steht auf einem Wiesengrundstück der Familie Reinhard Sauter, Meckenbeuren. Es wurde im Jahr 2012 von den Familien Benkler renoviert.

Inschrift: O Jesus! Durch dein Kreuz u. Tod Errette uns aus aller Not.

Geschichtliches: Steinmetz Johann Benkler, der Großvater des heutigen Besitzers, heiratete auf den heutigen Hof Benkler an der Ravensburger Strasse. 1930 stiftete er das Kreuz, der Grund ist den heutigen Besitzern nicht mehr bekannt.

Eigentümer: Familie Konrad Benkler, Meckenbeuren

 


(Von Josef Hummel, Brochenzell; Karin Brugger, Kehlen.
Zusätzliche Quelle zum Gedenkstein an der B 30: Schwäbische Zeitung Tettnang, 11. September 2015)

 


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