Wegkreuze in Sibratshaus

Wegkreuze in Sibratshaus Tobelweg

Sibratshaus, Tobelweg

Beschreibung: Gusseisenkreuz  mit Korpus  auf einem Sandsteinsockel. Den oberen Rand schmücken Turmzinnen, auf der Vorderseite ist unterhalb der Zinnen ein Metallkreuz eingelassen. Kreuz und Christus sind neueren Datums, der Sockel ist original. Auf allen vier Seiten sind Inschriften eingraviert. Sie sind allerdings aufgrund der starken Beschädigung nur noch bruchstückhaft lesbar.

Geschichtliches: Das Feldkreuz stand früher an der Tettnanger Straße beim heutigen Hof Walker. Als in den 1950er Jahren die Straße von Sibratshaus nach Tettnang kanalisiert und ausgebaut wurde, verschwand es spurlos. Seine Wiederentdeckung war ein glücklicher Zufall, gepaart mit der Geistesgegenwart und Initiative eines Zeitzeugen. Als man im Jahr 2004 bei  Grabungsarbeiten für eine Gasleitung in ca. 3 Meter Tiefe auf zwei große Steinblöcke stieß, erinnerte sich der Sibratshauser Hans Vallaster als Einziger im Dorf an das frühere Feldkreuz und erkannte die Gesteinsbrocken trotz starker Beschädigung sofort wieder. Er ließ sie bergen und auf seinem Grundstück aufstellen. Kreuz und Christusfigur kamen allerdings nicht mehr zum Vorschein. 2007 fand er ein  passendes Gusskreuz und 2018 einen Christus dazu. Heute ist das Feldkreuz wieder vollständig hergestellt und steht auf Privatgrund in der Tobelstraße, wo es „in Zukunft Haus, Hof und Dorf beschützen möge“. Mehr lesen

Eigentümer: Familie Hans Vallaster, Sibratshaus


Wegkreuze in Sibratshaus Tettnang L 333

Sibratshaus – Tettnang (L 333)

Beschreibung: Bildstock aus verschiedenen Granitarten. Im Giebel ist eine weisse Marmorplatte eingelassen. Sie zeigt Jesus, der Kinder und eine Mutter segnet. Unterer Sockel mit Inschrift.

Inschrift: Herr segne uns und unser Tun

Geschichtliches: In diesem Gewann soll eine Marienkapelle gestanden haben. Im 30-jährigen Krieg wurde sie angeblich von den Schweden verbrannt.
Um 1900 soll von Josef Burkhart, einem Familienmitglied der Vorfahren auf dem heutigen Hof Probst, ein Bildstock errichtet worden sein. Als Grund für die Stiftung wird Kindersegen genannt. Vermutlich war auch dieser Stein schon älteren Datums, denn als man ihn in den 1980er Jahren restaurieren wollte, zerbrach er vollständig. Als Ersatz fand man diesen Bildstock, der ursprünglich ein Grabstein war. Er wurde von Steinmetz Obermayr aus Tettnang restauriert und konnte dank Spenden von Sibtratshausener Bürgern 1988 wieder aufgestellt und durch Pfarrer Hans Hänßler geweiht werden. Nicht lange nach Aufstellung wurde der Bildstock mutwillig umgestürzt, woher die Risse in der Marmortafel rühren.

Eigentümerin: Erika Probst


Sibratshaus, Privatgrundstück 

Beschreibung: Kreuzsockel aus rotem Sandstein. Der Stein trug ursprünglich ein gußeisernes Kreuz mit einer Christusfigur. Er wurde ca. 1988 mutwillig umgeworfen und das Kreuz wurde zerstört.

Inschrift: Hier an dieser Stelle verunglückte unser lieber einziger Sohn u. Bruder Franz Baumann v. Schindelhof am 22. Juni 1922 im Alter v. 23 Jahren. U. am 19. Sept. 1921 starb hier unser lieber Gatte u. Vater Josef Burkhart v. Sibratshaus. Herr gib Ihnen die ewige Ruhe. Vater unser.

Geschichtliches: Das Denkmal stand an der Straße Sibratshaus – Tettnang (L 333) in einem Obstgarten.  Im Jahr 2019 wechselte es den Besitzer und in der Folge den Ort. Seither steht es auf einem Privatgrundstück.

Eigentümer: Familie Hans Vallaster, Sibratshaus


(Von Josef Hummel, Brochenzell; Hans Vallaster, Sibratshaus; Karin Brugger, Kehlen;
Quelle: Heimat-Zeichen, Hrsg.: Förderkreis Heimatkunde Tettnang, 1990)


Sibratshaus, Schübelbeer 5 

Beschreibung: Holzkreuz mit geschnitzem Korpus und goldenem Lendentuch.

Geschichtliches: Das Kreuz hing bereits am Giebel des alten Hauses. Wann es dort angebracht wurde, ist nicht bekannt.

Eigentümerin: Erika Aggeler, Sibratshaus


(Von Josef Hummel, Brochenzell)


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